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Herzlich Willkommen auf der Seite
des Rat für Migration!

Der Rat für Migration e.V.
 ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Er sieht seine zentrale Aufgabe in einer öffentlich kritischen Begleitung der Politik in Fragen von Migration und Integration. Seit seiner Gründung setzt er sich mit seinen Publikationen, Auftritten in der Öffentlichkeit und Stellungnahmen in den Medien für eine differenzierte, demokratische und weitsichtige politische Gestaltung von Migration und Integration ein. Seit November 2012 geschieht dies insbesondere über das Projekt "Mediendienst Integration", ein Serviceportal für Medienschaffende und interessierte Multiplikatoren. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern trägt der „Mediendienst“ zu einer sachbezogenen,  aspektreichen  Debatte über Migration und Integration in Deutschland bei.

 

Pressemitteilung vom 29. Juli 2015

Rat für Migration begrüßt das geplante „Nationale Bündnis für Migration und Integration“ durch das Bundesinnenministerium


Parallel zur Debatte um ein Einwanderungsgesetz hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière angekündigt, ein „Nationales Bündnis für Migration und Integration“ einzurichten. Noch im Januar hatte der Rat für Migration angesichts der Debatte über die Pegida-Aufmärsche einen solchen Vorstoß gefordert: „Eine Einwanderungsgesellschaft ist kompliziert, sie ist nicht selbsterklärend und nimmt nicht alle Bürger automatisch mit. Wir brauchen deshalb eine Leitbild-Kommission für das Einwanderungsland, die ein Konzept entwickelt, das die gesamte Gesellschaft einbezieht“, hieß es damals in der Pressemitteilung vom 5. Januar 2015. Der „Rat für Migration“ (RfM) begrüßt daher die Initiative des Innenministers: „Ein offener Dialog, eine breite Diskussion in Politik, Gesellschaft und Medien über Migration und Integration ist längst überfällig“, sagt Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun, Integrationsbeauftragter des SWR. „Durch ein nationales Bündnis könnte die Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Flüchtlingen und anderen Zuwanderern gestärkt und Fremdenfeindlichkeit Einhalt geboten werden.“ 

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.

Veranstaltungshinweis für den 12. November 2015

Mitgliedervollversammlung des Rat für Migration!


Im Rahmen der Internationalen Konferenz des Rat für Migration in Kooperation mit der Akademie des Jüdischen Museums Berlin findet unsere diesjährige Mitgliedervollversammlung statt, zu der wir herzlich alle unsere Mitglieder einladen! Die Versammlung beginnt um 16 Uhr im Jüdischen Museum und beinhaltet unter anderem die alle zwei Jahre anstehende Vorstandswahl. Um eine Anmeldung an info[at]rat-fuer-migration.de wird gebeten. Wir freuen uns auf zahlreiche Erscheinung!

Veranstaltungshinweis für den 06. Oktober 2015

Medienforum: ARD-Themenwoche "Heimat"


Im Südwest-Rundfunk (SWR) findet im Rahmen der ARD-Themenwoche Heimat passend unter dem Motto "Einwanderung und Heimat" das Medienforum statt. Mehrere Mitglieder des Rates sind dabei als ReferentInnen vertreten. Gerne können Sie sich online unter dem Stichwort »Medienforum Migration« über www.swr.de/international anmelden. Anmeldeschluss ist der 21. September 2015. Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie im Programm.

Jahrestagung des Rat für Migration am 12. - 14. November 2015

"Postmigrantische Gesellschaft?! Kontroversen zu Rassismus, Minderheiten und Pluralisierung"


Der Rat für Migration lädt in Kooperation mit der Akademie des Jüdischen Museums Berlin vom 12. bis 14. November 2015 zu der internationalen Konferenz „Postmigrantische Gesellschaft?! Kontroversen zu Rassismus, Minderheiten und Pluralisierung“ ein, um aktuelle Fragen der politischen, kulturellen und sozialen Transformation in Einwanderungsgesellschaften zu erörtern.  Im Blickpunkt stehen u.a. migrationspolitische Kategorien und Konzepte, wie der relativ neue Begriff der postmigrantischen Gesellschaft. Er weist darauf hin, dass in Deutschland der Umgang mit ethnischer und religiöser Vielfalt bisher nicht selbstverständlich ist und auf Migration fokussierte Zuschreibungen immer wieder neue Formen von Ein- und Ausschluss erzeugen. Zugleich ruft die zunehmende gesellschaftliche Partizipation von Minderheiten Abwehrreaktionen hervor.  Diskutiert werden sollen unter anderem folgende Fragen: Was hält eine vielfältige Gesellschaft zusammen? Welche Konzepte und Strategien gibt es, um Tendenzen der gesellschaftlichen Polarisierung entgegenzuwirken? Welche Begriffe sind geeignet, um Inklusions- und Exklusionsprozesse sichtbar zu machen? Wie umgehen mit populistischen Narrativen und Bewegungen sowie rassistischer Gewalt? Die Konferenz bietet ein Forum für einen europäischen und transatlantischen Austausch zum Umgang mit der stetigen Pluralisierung von Gesellschaft. Sie wirft hierzu u.a. einen Blick auf Strategien und Benennungspraktiken in den USA, Großbritannien und Kanada und beleuchtet ihre Übertragbarkeit auf den deutschen Kontext. 

Die Konferenz findet in deutscher und englischer Sprache statt und wird simultan übersetzt. 
Keynote Speakerin ist Dr. Alana Lentin (University of Western Sydney).
Weitere Referent_innen sind u.a. Prof. Dr. Fatima El-Tayeb (University of California, San Diego), Dr. Naika Foroutan (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Juliane Karakayalı (Evangelische Hochschule Berlin), Prof. Dr. Paul Mecheril (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Dr. Riem Spielhaus (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) und Dr. Linda Supik (Kulturwissenschaftliches Institut Essen). 
Das Programm folgt in Kürze.

Öffentliches Fachgespräch am 10. Juni 2015

MIPEX-Studie zur Integrationspolitik: Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?


Wie schneidet die deutsche Integrationspolitik im internationalen Vergleich ab? Welche Teilhabemöglichkeiten gibt es für Einwanderer und ihre Nachkommen? Die „Migration Policy Group“ (MGP) in Brüssel gibt regelmäßig eine Studie heraus, die die Integrationspolitik in 38 Staaten bewertet und vergleicht. Die aktuellen Ergebnisse für Deutschland wurden am 10. Juni 2015 vorgestellt. Der „Rat für Migration“ (RfM), das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und die Heinrich-Böll-Stiftung sind die Partner auf deutscher Seite und luden zu einem öffentlichen Fachgespräch ein. 



Jubiläumsfeier des IMIS am 29. Mai 2015

"Die Kritik der Migrationsforschung"


Zum Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) in Osnabrück hielt der Direktor des IMIS Prof. Dr. Andreas Pott eine programmatische Rede zur Rolle der Migrationsforschung in Deutschland, in der die institutionelle Schwäche der Migrationsforschung kritisiert wird und neue Perspektiven für die mediale Zusammenarbeit angestoßen werden. Die Rede ist hier nachzulesen.

Presse-Gespräch am 29. April 2015

Was muss sich in der Asylpolitik ändern?

Die europäische Asylpolitik steht derzeit wieder in der Kritik: Nach der Einstellung der Seenotrettungs-Operation „Mare Nostrum“ im November 2014 und den verheerenden Schiffbrüchen im Mittelmeer mit unzähligen Toten stellen sich primär zwei Fragen: Was ist schief gelaufen in Europa und Deutschland? Und was muss passieren, damit nicht es nicht noch schlimmer wird? Um diese und weitere Fragen zu diskutieren, lud der „Rat für Migration“ (RfM) zu einem Presse-Gespräch in Berlin ein. Zur Pressemitteilung.

Pressekonferenz vom 5. Januar 2015

Zur Debatte über die „Pegida“-Demonstrationen erklärt der Rat für Migration

Es geht ein Riss durch die Gesellschaft: Jeder Zweite befürwortet die wachsende Vielfalt, aber jeder Dritte fordert mehr Mut zu einem stärkeren Nationalgefühl und schließt dabei Eingewanderte aus. Wir brauchen deshalb eine Leitbild-Kommission für das Einwanderungsland, die ein Konzept entwickelt, das die gesamte Gesellschaft einbezieht. Migration und Integration dürfen nicht tagesaktuell verhandelt werden.

Pressemitteilung vom 22. Dezember 2014

Stellungnahme des Rats für Migration zu den 
menschenfeindlichen Aufmärschen in Deutschland


Der Rat für Migration verurteilt entschieden die völkischen Aufmärsche, die sich seit einigen Wochen etablieren. Sie werden getragen von menschenfeindlichen Meinungen über Asylbewerber, Flüchtlinge und vor allem einer verallgemeinernden Abwertung von Muslimen. Die  Fokussierung auf eine religiöse Minderheit und infame Unterstellung einer „Islamisierung des Abendlandes“ widerspricht nicht nur den Tatsachen, sondern auch den zivilisatorischen Fortschritten der letzten Jahre. Gerade in Deutschland sollten wir sensibel sein, wenn eine religiöse Minderheit zum Sündenbock für strukturelle Probleme gemacht wird. Wo im Vorfeld des Nationalsozialismus vor der „Verjudung“ der deutschen Gesellschaft gewarnt wurde und der Druck und die Krisen der Weltwirtschaftskrise sich gegen eine religiöse Minderheit kanalisierten, wird heute eine „Islamisierung des Abendlandes“ mit einer Propaganda herbeifantasiert, die sich gegen jede Vernunft abschottet… 

Zur Pressemitteilung von Dr. Naika Foroutan, Prof. Dr. Werner Schiffauer, Prof. Dr. Andreas Zick gelangen Sie hier.

Pressemitteilung für den 03. Dezember 2014

„Deutschland postmigrantisch“ 


Was ist deutsch und wer gehört zum „deutschen Wir“, jetzt da Deutschland ein Einwanderungsland ist? Die deutsche Identität ist positiv – aber exklusiv: Muslime werden aus dem nationalen Narrativ ausgeschlossen. Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt - Universität zu Berlin stellte die ersten Ergebnisse der Studie „Deutschland postmigrantisch“ am 3. Dezember 2014 vor, mit: Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Humboldt Universität zu Berlin), Staatsministerin Aydan Özoğuz (Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung), Winfried Kneip (Stiftung Mercator) & Dr. Naika Foroutan (Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung) (BIM) sowie weitere beteiligte Wissenschaftler_innen der Studie „Deutschland postmigrantisch“

Weitere Informationen finden Sie hier.

Pressekonferenz und Buchvorstellung am 1. Dezember 2014

Roma in Deutschland: Nirgendwo erwünscht?! 


Das Jahr 2014 startete mit einer heftigen Debatte über „Armutsmigration“ nach Deutschland, die das Einwanderungsland vor neue Herausforderungen stelle. Oft wird „Armutszuwanderung“ dabei synonym für Roma aus Osteuropa verwendet und mit antiziganistischen Vorurteilen abgelehnt. Der „Rat für Migration“ will zur Versachlichung der Debatte beitragen und startet seine neue Buchreihe mit diesem Thema. Am kommenden Montag präsentieren wir in Berlin die Publikation von Max Matter unter dem Titel „Nirgendwo erwünscht - Zur Armutsmigration aus Zentral- und Südosteuropa in die Länder der EU-15 unter besonderer Berücksichtigung von Angehörigen der Roma-Minderheiten“. Termin: 1. Dezember 2014, mit: Prof. Dr. Max Matter (Rat für Migration / Institut für Volkskunde, Universität Freiburg), Prof. Dr. Klaus J. Bade (Rat für Migration, Berlin) und Dr. Ulrich Maly (Präsident des Deutschen Städtetags / Oberbürgermeister Nürnberg).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Tagungs-Dokumentation 

„Migrations- und Integrationspolitik heute“

Im November 2013 fand die erste Fachtagung des Rats für Migration gemeinsam mit der Akademie des Jüdischen Museums Berlin statt. Mitglieder des RfM stellten ihre aktuellen Forschungsarbeiten zur Diskussion. Vom Integrationsbegriff zwischen Paradigma und Teilhabechance über postmigrantische Perspektiven bis hin zum Raumbegriff wurde grundsätzlich über die Rahmenbedingungen von Migrationsforschung debattiert. Der Mediendienst hat einen Artikel über die Tagung veröffentlicht. Die Dokumentation der ersten bundesweiten Fachtagung umfasst jedoch noch mehr: 1993 war das „Manifest der 60“ als Position von MigrationsforscherInnen zur Einwanderungspolitik in Deutschland erschienen. Ein Rückblick auf das Manifest nach 20 Jahren und ein Diskussionspapier über die Zukunft der Migrationsforschung ergänzen die Tagungsbeiträge.

Die Dokumentation der Fachtagung 2013 mit aktualisierten Zahlen finden Sie hier.

1. Oktober 2013:
Für eine Neuordnung der Migrations- und Integrationsbelange auf der Bundesebene

Offener Brief des bundesweiten Rates für Migration (RfM) an die neue Bundesregierung und die politischen Parteien im Deutschen Bundestag

Wir leben in einer Einwanderungsgesellschaft mit schon mehreren Generationen von Einwanderern. Strukturen und Lebensformen verändern sich, beschleunigt durch den Druck des demografischen Wandels. Migration und Integration sind Schlüsselthemen von Gegenwart und Zukunft, die fast alle Politikbereiche durchdringen. Nötig sind dazu umfassende und langfristig ausgerichtete gesellschaftspolitische Gestaltungsperspektiven.

Zur Petition
Offenen Brief als PDF-Datei
Pressemitteilung als PDF-Datei


15 Jahre Rat für Migration

Am 7. Juli 1998 gründeten Wissenschaftler den "Rat für Migration". Ziel des interdisziplinären Gremiums: fundierte und kritische Politikbegleitung in der Einwanderungsgesellschaft. Was genau hatten die Gründer damals im Sinn? Und was wurde bislang erreicht? Der Mediendienst Integration hat einen Hintergrundbericht veröffentlicht.


 
Aktuelle Publikationen der Mitglieder
 

Karl-Heinz Meier-Braun
Die 101 wichtigsten Fragen: Einwanderung und Asyl

Wie viele Ausländer leben in Deutschland? Sind Ausländer krimineller als Deutsche? Ist die multikulturelle Gesellschaft gescheitert? Wird Deutschland „islamisiert“? Sind die meisten Asylbewerber Wirtschaftsflüchtlinge? Und schließlich: Ist Deutschland ein Einwanderungsland? Das Thema Ausländerpolitik hat nach Meinungsumfragen für die Bundesbürger die höchste Priorität. Doch Mythen und Legenden bestimmen oftmals die Diskussion, nicht nur im Umfeld von Pegida. Dem will dieses Buch abhelfen. Anschaulich und leicht verständlich führt es in die wichtigsten Daten, Fakten, Zusammenhänge und Entwicklungen ein – eine wichtige Orientierungshilfe für eine aufgeheizte Debatte. Erscheint am 18. September 2015.

Autorenportrait:
Professor Dr. Karl-Heinz Meier-Braun ist Leiter der Redaktion SWR International sowie Honorarprofessor in Tübingen. Er ist Vorstandsmitglied im Rat für Migration (RfM).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Klaus J. Bade
Kritik und Gewalt

Die ‚Integrationsdebatte‘ nach Thilo Sarrazins Buch ‚Deutschland schafft sich ab‘ offenbarte ein Paradox – eine wachsende Akzeptanz des kulturellen Pluralismus, besonders unter jüngeren Menschen, und zugleich massive kulturelle Ressentiments in der Einwanderungsgesellschaft.

In seinem neuen Buch Kritik und Gewalt beleuchtet der renommierte Migrationsforscher und Politikberater Klaus J. Bade Ursachen, Hintergründe und die bedrohlichen Folgen dieser paradoxen Spannung. Ihr Ergebnis ist eine gefährliche Ersatzdebatte anstelle der verdrängten Diskussion um die neue Identität in der Einwanderungsgesellschaft. Diese Ersatzdebatte beschreibt Bade als ‚negative Integration‘: die Selbstvergewisserung der Mehrheit durch die Ausgrenzung einer großen – muslimischen – Minderheit. Bades fundierte Analyse und die Brisanz der ‚negativen Integration‘ sollte man kennen!