






Am 7. Juli 1998 stellte sich der Rat im Wissenschaftszentrum des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Bonn der Öffentlichkeit vor. Grundlage seiner Arbeit war ein von Klaus J. Bade entwickeltes Konzept zur wissenschaftlich fundierten kritischen Politikbegleitung. Fernziel war, dass der Rat sich aus etwa 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit interdisziplinären und internationalen Verbindungen zusammensetzt. So sollte ein Netzwerk gebildet werden, das durch seine Expertise alle wichtigen Bereiche der Zuwanderung und der damit verbundenen Fragen und Herausforderungen abdeckt. Es sollte als Ansprechpartner insbesondere für Politik, Justiz und Verwaltung aber auch für andere Interessierte und Betroffene dienen. Leitlinie des Rates war – im Anschluss an die im „Manifest der 60“ formulierten Positionen – eine informierte kritische Politikbegleitung in Fragen von Migration und Integration. In der Gründungsphase wurde der RfM von Michael Wollenschläger geleitet, Klaus J. Bade entschied sich, dahinter als zweiter Vorsitzender zu fungieren. Die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn übernahm die Schirmherrschaft über das neu gegründete Gremium.