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Publikationen des Rats für Migration und seiner Mitglieder


So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch

HerausgeberInnen: Prof. Dr. Werner Schiffauer, Anne Eilert, Marlene Rudloff

Kontrollverlust, Krise, Abschottung – die öffentliche Debatte über Flüchtlinge in Deutschland wird von Sorgen und Ängsten bestimmt, die vermeintlich auch in der deutschen Bevölkerung vorherrschend wären. Dem begegnet ein neues Buch mit einer gänzlich anderen Sichtweise: Durch die Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland ist eine neue Bürgerbewegung entstanden. Gemeint sind damit die ca. 15.000 zivilgesellschaftlichen Projekte, die zwischen 2015 und 2016 in Deutschland entstanden sind und aus denen die Herausgeber dieses Buches 90 Projekte ausgewählt haben, um sie detailliert zu porträtieren. Dieses Engagement bildet “eine Alternative zu Panikreaktionen” und zeigt ganz praktisch, wie man es schaffen kann, über die Flüchtlingszuwanderung eine bessere Gesellschaft für alle aufzubauen. Das kann allerdings nur gelingen, wenn die neue Bewegung zu einem politischen Selbstbewusstsein findet und die eigene Stärke erkennt. Dazu möchte dieses Buch einen Beitrag leisten.

Das Buch kann hier heruntergeladen werden.

AutorInnenportraits: Anne Eilert arbeitet als Bildungsreferentin in einem Berliner Sozialunternehmen. Marlene Rudloff arbeitet als Bildungsreferentin beim Berliner Arbeitskreis für politische Bildung.
Prof. Dr. Werner Schiffauer ist Vorsitzender des Rats für Migration und Professor für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Studie: "Herkunftssprachlicher Unterricht in Hamburg – Zur Bedeutung des herkunftssprachlichen Unterrichts aus Elternsicht"

Autorinnen: Prof. Dr. Drorit Lengyel, Prof. Dr. Ursula Neumann

Wie stehen Eltern mit Migrationshintergrund zum herkunftssprachlichen Unterricht? Welche Angebote kennen sie und welche nehmen ihre Kinder wahr? Die Erziehungswissenschaftlerinnen Ursula Neumann und Drorit Lengyel haben hierzu rund 3.000 Hamburger Eltern mit Migrationshintergrund befragt. Das Ergebnis: 88 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen der herkunftssprachliche Unterricht wichtig ist. Die meisten erhoffen sich, dass sich ihr Kind dadurch besser integrieren kann, erfolgreicher in der Schule wird und besser eine eigene Identität findet. Doch die Studie weist nach, dass es an schuleigenen Angeboten mangelt, besonders an Gymnasien. Viele Eltern weichen auf andere Angebote aus – zum Beispiel auf Unterricht, der von Vereinen oder von Konsulaten der Herkunftsländer organisiert wird. Weitere Informationen finden Sie hier.

Autorinnen-Portrait: Prof. Dr. Drorit Lengyel und Prof. Dr. Ursula Neumann forschen an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Themen Migration, Bildung und Mehrsprachigkeit. Beide Wissenschaftlerinnen sind Mitglied im Rat für Migration.

Beitrag: „Von kriminell bis willkommen. Wie die Herkunft über das mediale Framing von Einwanderern entscheidet“

AutorInnen: Maheba Nuria Goedeke Tort, M. A., Dr. Lars Guenther und Prof. Dr. Georg Ruhrmann

Der Beitrag geht theoretisch und empirisch der Frage nach, ob Einwanderer in der Berichterstattung je nach Herkunft unterschiedlich dargestellt werden. Dazu wurden Artikel der Tageszeitungen Welt, FAZ, SZ und taz aus dem Jahr 2014 inhaltsanalytisch untersucht. Mittels hierarchischer Clusteranalyse auf Akteursebene (n = 596) lassen sich fünf Frames von Einwanderern ermitteln: Kriminelle, Nützliche, Kostenintensive, Integrationswillige und Willkommene. Einige dieser Frames korrespondieren stark mit bestimmten Nationalitäten. Einwanderer aus bestimmten Herkunftsländern werden dabei in bestimmten Zeitungen vergleichsweise negativ bewertet. Der Beitrag ist in der Fachzeitschrift "Medien & Kommunikationswissenschaft" erschienen. Weitere Informationen finden Sie hier.

AutorInnen-Portrait: Maheba Nuria Goedeke Tort hat ihr Studium mit dem Master Öffentliche Kommunikation an der Universität Jena abgeschlossen und arbeitet derzeit in Berlin. Dr. Lars Guenther ist PostDoc-Stipendiat und stellvertretender Projektleiter am Centre for Research on Evaluation, Science and Technolgy (CREST), South African Research Chair in Science Communication, Stellenbosch University. Prof. Dr. Georg Ruhrmann forscht und lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist Mitglied im Rat für Migration.

Muslime in Deutschland

Autoren: Prof. Dr. Dr. Peter Antes und Prof. Dr. Rauf Ceylan

Der Islam in Deutschland blickt auf eine über 50jährige Geschichte zurück, die wesentlich auf die Arbeitsmigration aus islamisch geprägten Ländern zurückgeht. Dieser Band hat sich zum Ziel gesetzt, eine Bestandsaufnahme der 50jährigen islamischen Geschichte im Kontext der Arbeitsmigration vorzulegen. In fünf zentralen Themenschwerpunkten soll das Leben der Muslime in Deutschland analysiert werden, um ein Gesamtbild zu erarbeiten. Mehr zum Buch finden Sie hier.

Autorenporträts: Prof. Dr. Rauf Ceylan ist Mitglied im Rat für Migration und Professor für gegenwartsbezogene Islamforschung am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück. Prof. Dr. Dr. Peter Antes ist emerierter Professor an der Universität Hannover.

Muslimische Wohlfahrtspflege in Deutschland

Autoren: Prof. Dr. Rauf Ceylan und Dr. Michael Kiefer

Während „Caritas“ und „Diakonie“ vielen Menschen ein Begriff sind, ist die Arbeit von muslimischen Wohlfahrtsverbänden bisher weitgehend unbekannt. Dieses Buch liefert hierzu wichtige Erkenntnisse. Im Kontext einer alternden Einwanderungsgesellschaft betont es die Notwendigkeit, auch muslimische Wohlfahrtsverbände zu gründen. Außerdem zeigt es Wege zu deren Etablierung auf. Mehr Informationen finden Sie hier.

Autorenporträts: Prof. Dr. Rauf Ceylan ist Mitglied im "Rat für Migration" und Professor für gegenwartsbezogene Islamforschung am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück. Dr. Michael Kiefer forscht derzeit als Postdoc am selben Institut und hat zuvor als Projektleiter in der Jugendhilfe gearbeitet.

Kommunale Flüchtlingspolitik in Deutschland

Autoren: Prof. Dr. Hannes Schammann, Boris Kühn

Welche Spielräume haben Kommunen in der Flüchtlingspolitik? Wie nutzen sie diese und wie interagieren sie mit Bundes- und Landesebene? Diesen Fragen sind Hannes Schammann und Boris Kühn in einer Expertise für die Friedrich-Ebert-Stiftung nachgegangen. Das Papier betrachtet elf zentrale Handlungsfelder kommunaler Flüchtlingspolitik, die mit Beispielen aus der Literatur und der aktuellen Praxis illustriert werden. Außerdem werden Thesen und Empfehlungen für Bund, Länder und Kommunen formuliert. Die Expertise in voller Länge finden Sie hier.

Autorenportraits: Prof. Dr. Hannes Schammann ist Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Universität Hildesheim und Mitglied im Rat für Migration. Boris Kühn arbeitet als Flüchtlings- und Integrationsbeauftragter bei der Stadt Mössingen.

Flüchtlingspolitik im deutschen Föderalismus

Autoren: Prof. Dr. Dietrich Thränhardt, Prof. Dr. Karin Weiss

In einem Gutachten für die Friedrich-Ebert-Stiftung untersuchen Dietrich Thränhardt und Karin Weiss die Frage, wie es Deutschland effizienter ermöglichen kann, Flüchtlinge in die Gesellschaft aufzunehmen. Die große Zuwanderung von Flüchtlingen im Jahr 2016 habe grundlegende Probleme bei der Integrationspraxis auf Bundesebene offengelegt. Die Autoren fordern unter anderem, den Kommunen mehr Raum bei der Integration zu geben. Zudem seien zügige Asylentscheidungen sowie eine schnelle Rückführung zentrale Voraussetzungen für eine schnelle Integration. Die vollständige Studie finden Sie hier.


Autorenportrait:
Prof. Dr. Dietrich Thränhardt ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Münster und Mitglied im Rat für Migration. Prof. Dr. Karin Weiss war von 2012 bis 2016 Leiterin der Abteilung "Integration und Migration" im Ministerium für Integration, Frauen, Kinder, Jugend und Familie Rheinland-Pfalz. Zuvor war sie als Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg und als Professorin für Sozialpädagogik an der Fachhochschule Potsdam tätig.

Asylverfahren in den Niederlanden

Autor: Prof. Dr. Dietrich Thränhardt

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung untersucht Dietrich Thränhardt die Asylverfahren in den Niederlanden und in Deutschland im Vergleich. Diskutiert wird die Frage: Ist das niederländische Asyl- und Aufnahmesystem besser und schneller? Wie verhält sich die Schnelligkeit der Verfahren zur Genauigkeit und zur Qualität der Antragsprüfung? Und welche Maßnahmen ließen sich auf Deutschland übertragen? Die vollständige Studie finden Sie hier.

Autorenportrait: Prof. Dr. Dietrich Thränhardt ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Münster mit dem Schwerpunkt Vergleichende Politik und Migrationsforschung. Er ist Mitglied im Rat für Migration und Herausgeber der „Studien zu Migration und Minderheiten“.

Media and Minorities – Questions on Representation from an International Perspective

Herausgeber: Georg Ruhrmann, Yasemin Shooman and Peter Widmann

Das Buch ist das Ergebnis einer internationalen Konferenz, welche die Akademie des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem Rat für Migration veranstaltet hat. Der Band enthält Beiträge zur aktuellen Diskussion um die mediale Darstellung von ethnischen und religiösen Minderheiten in Einwanderungsgesellschaften, um Produktionsbedingungen und Medienrezeption. Er zeichnet sich durch die international vergleichende Perspektive und die Einbeziehung neuer Medien aus. Und er fragt, wie eine differenzierte Berichterstattung in pluralen Gesellschaften gewährleistet sowie Vielfalt in Medienstrukturen gefördert werden kann.

Herausgeberportrait: Prof. Dr. Georg Ruhrmann ist Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Mitglied im "Rat für Migration". Dr. Yasemin Shooman leitet die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin und verantwortet dabei die Programme Migration und Diversität sowie das Jüdisch-Islamische Forum der Akademie. Dr. Peter Widmann ist Koordinator des Projekts "Marburg International Doctorate" an der Philipps-Universität Marburg. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bürgerschaft in Europa – Grenzziehungen und soziale Bewegungen in der Einwanderungsgesellschaft

AutorInnen: Dr. Aleksandra Lewicki, Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami, Prof. Dr. Riem Spielhaus und andere

Europa ist aus einwanderungspolitischen Debatten nicht mehr wegzudenken. Die gegenwärtige globale Bevölkerungsbewegung und die daraus resultierende Menschenrechtskrise konfrontieren alle europäischen Staaten mit Fragen, mit denen sich die Bürgerschaftsforschung der letzten Jahre ausführlich befasst hat. Die vorliegende Ausgabe des Forschungsjournals "Soziale Bewegungen" – zusammengestellt von Aleksandra Lewicki – zeigt aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven die Verzahnung externer und interner Aspekte von Bürgerschaft. Die Beiträge werfen ein kritisches Licht auf die in der vergleichenden Bürgerschaftsforschung konstatierte bürgerlich-universalistische Konvergenz des einwanderungs- und integrationspolitischen Instrumentariums in Europa.

Autorenportrait: Dr. Aleksandra Lewicki ist Sozialwissenschaftlerin an der University of Bristol und an der Freien Universität Berlin. Sie ist Mitglied im Rat für Migration und forscht unter anderem zu den Themen Staatsbürgerschaft, Rassismus und institutionelle Diskriminierung. An dem Forschungsjournal waren auch andere Rats-Mitglieder beteiligt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Wahrnehmung des Islams in Deutschland

Autoren: Prof. Dr. Kai Hafez, Sabrina Schmidt

Der Islam ist heute die zweitgrößte Religion in Deutschland und durch Moscheen wie auch andere religiöse Symbole in der Öffentlichkeit präsent. Zugleich ist sein Bild in weiten Teilen der Bevölkerung ungewöhnlich negativ geprägt. Diese Ablehnung lässt sich in einer zunehmend pluralistischen und multireligiösen Gesellschaft nicht als Randerscheinung abtun. Vielmehr werden damit zentrale Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts aufgeworfen. Die Publikation untersucht vor diesem Hintergrund die besonderen Facetten des Islambildes und die Wahrnehmung der Muslime hierzulande.
 

Autorenportrait: Prof. Dr. Kai Hafez ist Professor für Vergleichende Analyse von Mediensystemen und Kommunikationskulturen an der Universität Erfurt. Er ist Mitglied im Rat für Migration und forscht unter anderem zu den Themen Islam und Islamophobie in Deutschland. Sabrina Schmidt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am selben Institut. Weitere Informationen finden Sie hier.

Beitrag: "Die Bundesrepublik Deutschland – Demokratisierung durch Zuwanderung?"

Autor: Prof. Dr. Dieter Oberndörfer

Demokratisierung von Demokratien bedeutet Durchsetzung der Gleichheit ihrer Menschen in der politischen Willensbildung und politischen Kultur. Diese Demokratisierung wird bei der Aufnahme und Integration von Migranten und Flüchtlingen als gleichberechtigte Bürger durch Interessen der nationalen Kollektive und Ideologien ihrer Abschottung gehemmt. In Deutschland war dies vor allem die „Erblast der Völkischen Ideologie“. Nach Ihr durften nur Menschen deutscher Kultur und Sprache gleichberechtigte Bürger werden. Der Beitrag schildert, wie durch die Eigendynamik von doch erfolgter Arbeits- und Flüchtlingsmigration, durch die Ermöglichung von Einbürgerung und das Integrationsgesetz von 2005 eine Eigendynamik in Gang gebracht wurde, mit der sich Deutschland nach einem lange und erbittert ausgetragenen Streit über Multikulturalismus doch für die Einwanderung von Menschen fremder ethnischer Herkunft geöffnet hat und Integration als gemeinsame Aufgabe der Bürger und Migranten wahrzunehmen begann.

Der Beitrag ist im Sammelband "Migration und Demokratie" erschienen (Herausgeber: Dr. Stefan Rother).

Autorenportrait: Prof. Dr. Dieter Oberndörfer lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Universität Freiburg und beschäftigte sich intensiv mit den Themen Nationalismus, Europapolitik und Einwanderungsgesellschaft. Er ist Ehrenmitglied im "Rat für Migration". Weitere Informationen finden Sie hier.

Ukrainian Migration and the European Union – Dynamics, Subjectivity, and Politics

Autor: Dr. Bastian Vollmer

Migrieren oder nicht migrieren: Das ist hier die Frage. Dieses Buch diskutiert die Imaginationen, Lebensgeschichten, Lebensprojekte und Aspirationen von Ukrainer_innen hinsichtlich der Fragestellung des Migrierens oder des nicht-Migrierens. Dabei wird die Perspektive eines Herkunftslandes, bzw. -Gesellschaft eingenommen. Unter der Berücksichtigung vorhandener Literatur, einem umfangreichen empirischen Datensatz und ausgiebiger Feldforschung erörtert der Autor die potentielle Migration von Ukrainer_innen in die Europäische Union und die Beweggründe der Bevölkerung, das Land nicht zu verlassen. Dieser Beitrag ist nicht nur für die Wissenschaft von Bedeutung, sondern auch für politische Diskurse der Ukraine, der Ukrainischen Migration und der Migration nach Europa im Allgemeinen.

Autorenportrait: Dr. Bastian Vollmer forscht am "Centre on Migration, Policy and Society" der University of Oxford und ist Mitglied im Rat für Migration. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören irreguläre Migration, Migrationsregime und Diskursforschung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Migration – Eine Einführung aus sozialgeographischer Perspektive

Autorin: Prof. Dr. Felicitas Hillmann

Migration stellt ein zentrales Thema in der Geographie dar. Dieses Lehrbuch führt in die grundlegenden theoretischen Konzepte ein. Historische und aktuelle regionale Beispiele zeigen, wie Migration als Ausdruck und Triebkraft sozialen und räumlichen Wandels wirkte und heute einen elementaren Bestandteil der globalisierten Welt bildet. Lange wurde „Migration“ als Teil der Bevölkerungsgeographie diskutiert, neuerdings finden zunehmend auch international diskutierte Konzepte der Migrationsforschung Eingang in die Sozialgeographie.

Autorenportrait:
Prof. Dr. Felicitas Hillmann forscht am Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung sowie am Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Schule, Moschee, Elternhaus - Eine ethnologische Intervention

Autor: Prof. Dr. Werner Schiffauer

Das Verhältnis zwischen Schulen und muslimischen Elternhäusern ist belastet, wenn nicht zerrüttet. Viele Lehrer reagieren ungehalten auf Muslime, die nur selten als Bereicherung empfunden werden. Die Eltern fürchten Diskriminierung und die Entwertung der Religion. Konflikte um Schwimmunterricht und Klassenfahrten sind nur der sichtbarste Ausdruck dieser Spannungen. Im Rahmen des Projektes »Brücken im Kiez« haben Werner Schiffauer und sein Team einen Dialog zwischen Eltern, Vertretern von Moscheegemeinden und Lehrern initiiert und versucht, einen Lernprozess in Gang zu setzen. Jenseits aller Klischees von Parallelgesellschaften und Integrationsverweigerung zeigen sie auf, wo konkret die Hürden für ein besseres Miteinander liegen.

Autorenportrait:
Prof. Dr. Werner Schiffauer ist Vorsitzender des Rats für Migration und Professor für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wut, Verachtung, Abwertung – Rechtspopulismus in Deutschland

Autoren: Prof. Dr. Andreas Zick, Prof. Dr. Beate Küpper

In Deutschland ist der Rechtspopulismus laut und deutlich geworden: Sichtbar bei den Pegida-Demonstrationen, hörbar in öffentlichen Debatten wie »Deutschland schafft sich ab« und politisch in Verbindungen zur neuen Partei AfD. Diese Entwicklung bedroht die gesellschaftliche Vielfalt, das friedliche Zusammenleben und die parlamentarische Demokratie. Der in der Friedrich-Ebert-Stiftung entstandene Sammelband analysiert die unterschiedlichen Erscheinungsformen des neuen Rechtspopulismus sowie die Ängste und Einstellungen in der Bevölkerung, die ihn begünstigen. Auf Grundlage der Daten der jüngsten FES-Mitte-Studie zeigt er sein Potenzial auf, beschreibt seine gesellschaftlichen Konsequenzen und skizziert notwendige Gegenstrategien.

Autorenportrait:
Prof. Dr. Andreas Zick ist Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld und Vorstandsmitglied im Rat für Migration (RfM). Prof. Dr. Beate Küpper ist Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Integriert Euch! Plädoyer für ein selbstbewusstes Einwanderungsland

Autorin: Prof. Dr. Annette Treibel

Einwanderer in Deutschland sind keine Ausländer auf Durchreise, sondern gestalten unsere Gesellschaft mit. Sie sind nicht mehr nur Underdogs, sondern gehören inzwischen auch zu den Etablierten. So bedeutet es für manche der länger ansässigen Deutschen eine große Umstellung, dass sie nicht automatisch die Bestimmer sind: Ressentiments gegen Einwanderer, so die These von Annette Treibel, haben vor allem mit den gewandelten Hierarchien im heutigen Deutschland zu tun. Das Buch der Soziologieprofessorin analysiert die Debatten um das Zusammenleben bis hin zur jüngsten Auseinandersetzung um Pegida.

Autorenportrait:
Prof. Dr. Annette Treibel ist Professorin am "Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft" an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Sie ist Mitglied im Rat für Migration (RfM).
Weitere Informationen finden Sie hier.

Ist Deutschland ein Einwanderungsland? Die 101 wichtigsten Fragen

Autor: Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun

Wie viele Ausländer leben in Deutschland? Sind Ausländer krimineller als Deutsche? Ist die multikulturelle Gesellschaft gescheitert? Wird Deutschland „islamisiert“? Sind die meisten Asylbewerber Wirtschaftsflüchtlinge? Und schließlich: Ist Deutschland ein Einwanderungsland? Das Thema Ausländerpolitik hat nach Meinungsumfragen für die Bundes- bürger die höchste Priorität. Doch Mythen und Legenden bestimmen oft- mals die Diskussion, nicht nur im Umfeld von Pegida. Dem will dieses Buch abhelfen. Anschaulich und leicht verständlich führt es in die wichtigsten Daten, Fakten, Zusammenhänge und Entwicklungen ein – eine wichtige Orientierungshilfe für eine aufgeheizte Debatte. Meier-Braun, Karl-Heinz, "Einwanderung und Asyl Die 101 wichtigsten Fragen". Die 2. aktualisierte Auflage ist bereits im Oktober 2015 erschienen.

Autorenportrait:
Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun ist Leiter der Redaktion SWR International sowie Honorarprofessor in Tübingen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Roma in Deutschland: Nirgendwo erwünscht?!

Herausgegeben durch den Rat für Migration

Das Jahr 2014 startete mit einer heftigen Debatte über „Armutsmigration“ nach Deutschland, die das Einwanderungsland vor neue Herausforderungen stelle. Oft wird „Armutszuwanderung“ dabei synonym für Roma aus Osteuropa verwendet und mit antiziganistischen Vorurteilen abgelehnt. Der „Rat für Migration“ will zur Versachlichung der Debatte beitragen und startet seine neue Buchreihe mit diesem Thema. Am kommenden Montag präsentieren wir in Berlin die Publikation von Max Matter unter dem Titel „Nirgendwo erwünscht - Zur Armutsmigration aus Zentral- und Südosteuropa in die Länder der EU-15 unter besonderer Berücksichtigung von Angehörigen der Roma-Minderheiten“. Termin: 1. Dezember 2014, mit: Prof. Dr. Max Matter (Rat für Migration / Institut für Volkskunde, Universität Freiburg), Prof. Dr. Klaus J. Bade (Rat für Migration, Berlin) und Dr. Ulrich Maly (Präsident des Deutschen Städtetags / Oberbürgermeister Nürnberg).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Tagungsdokumentation: Wo steht die Migrations- und Integrationsforschung?

2014 herausgegebene Tagungs-Dokumentation durch den Rat für Migration

Ist der Begriff „Integration“ noch zeitgemäß? Welche Potenziale bietet ein „postmigrantischer“ Blick auf die Einwanderungsgesellschaft? Im November 2013 trafen Wissenschaftler aus ganz Deutschland auf der ersten Fachtagung des Rat für Migration in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Berlin zusammen, um über aktuelle Fragen der Migrationsforschung zu diskutieren. Ihre Beiträge hat der „Rat für Migration“ in einer Tagungsdokumentation zusammengefasst.

 

 

Kritik und Gewalt
Herausgegeben von Prof. Dr. Klaus J. Bade

Die ‚Integrationsdebatte‘ nach Thilo Sarrazins Buch ‚Deutschland schafft sich ab‘ offenbarte ein Paradox – eine wachsende Akzeptanz des kulturellen Pluralismus, besonders unter jüngeren Menschen, und zugleich massive kulturelle Ressentiments in der Einwanderungsgesellschaft.

In seinem neuen Buch Kritik und Gewalt beleuchtet der renommierte Migrationsforscher und Politikberater Klaus J. Bade Ursachen, Hintergründe und die bedrohlichen Folgen dieser paradoxen Spannung. Ihr Ergebnis ist eine gefährliche Ersatzdebatte anstelle der verdrängten Diskussion um die neue Identität in der Einwanderungsgesellschaft. Diese Ersatzdebatte beschreibt Bade als ‚negative Integration‘: die Selbstvergewisserung der Mehrheit durch die Ausgrenzung einer großen – muslimischen – Minderheit. Bades fundierte Analyse und die Brisanz der ‚negativen Integration‘ sollte man kennen!